Ein Hack fällt selten sofort auf. Häufig merken es zuerst die Besucher: Die Seite leitet auf Casino-, Pharma- oder Gewinnspielseiten weiter – oft nur auf dem Handy oder nur, wenn man über Google kommt. Andere Zeichen sind eine rote Warnung im Browser („Diese Website wurde möglicherweise gehackt“), fremde Seiten mit japanischen oder russischen Begriffen in den Suchergebnissen, Spam-Mails von Ihrer Domain oder eine E-Mail des Hosters, dass Ihr Paket gesperrt wurde.
Im Hintergrund findet man dann meist dasselbe: unbekannte Administratoren, PHP-Dateien im Upload-Ordner, die dort nichts zu suchen haben, und Schadcode, der sich in Theme-Dateien oder in der Datenbank versteckt. Wer nur die auffälligen Dateien löscht, hat das Problem meist nach wenigen Tagen wieder.
Aus meiner Praxis: Das häufigste Einfallstor sind veraltete Plugins – besonders Dateimanager-Plugins, über die Angreifer direkt Dateien auf den Server laden können. Danach folgen geknackte Passwörter und verwaiste Erweiterungen, die seit Jahren niemand mehr aktualisiert.
Bitte löschen Sie nichts auf eigene Faust und spielen Sie kein altes Backup ein, bevor klar ist, wann der Angreifer hereingekommen ist – sonst ist die Lücke im Backup gleich mit dabei.